Corona-Sommersportfest - Aschaffenburg

Zirndorfer Athleten nehmen Fahrt auf

Es klingt schon fast ein bisschen seltsam, wenn wir im Juli von einem Saisoneinstieg berichten. Unter normalen Bedingungen wären jetzt am kommenden Wochenende bereits die Süddeutschen und Bayerischen Meisterschaften über die Bühne gegangen, stattdessen gab es den spätesten Saisoneinstieg vermutlich in der Leichtathletikgeschichte. Nachdem die Sportfeste derzeit noch sehr Rar sind, haben wir uns für das unterfränkische Aschaffenburg entschieden.

Den Auftakt lieferten die Kurzsprinter. Marcus Grun, welcher 2019 erstmalig die 10 vor dem Komma stehen hatte, stieg mit 10,96 sec in die Saison ein – seine bis dato zweitbeste Zeit.
Die Jugendlichen Hanna Roth und Nele Gösl folgten. Während es für Hanna im ersten Jahr der U16 auch der erste 100m Sprint war, konnte Nele bereits ein Jahr Routine mitbringen. Für Hanna bedeuten die 13,67 sec die B-Quali für die Bayerischen Meisterschaften. Nele kam nach 13,54 sec im Ziel an, leider mit ungültigen Schiebewind. Dennoch war die Freude groß über eine deutlich Bestleistung.

Bei der halben Stadionrunde war Sprinter Grun letztendlich nicht ganz zufrieden. 22,52 sec sind nicht das, was man sich vorgestellt hat. „Hier fehlen noch ein bisschen die längeren Tempoläufe, bis vor kurzem waren wir noch sehr alternativ unterwegs – die Öffnung der Wettkämpfe kam dann doch sehr plötzlich.“, so der Sprinter nach dem Lauf.
Ein Novum gab es dann gegen Ende der Veranstaltung, so gingen gleich vier Athletinnen erstmals auf die 300m Strecke, zwei davon stellten sich auch den aufkommenden Hürden. Während Johanna Westphal und Nele Gösl 53,90 sec bzw. 53,74 sec für die Strecke benötigten und knapp an einer Quali scheiterten, lief es für Hanna Roth und Amelie Brandl etwas besser. Brandl blieb mit 44,92 sec deutlich unter der geforderten A-Norm für die Bayerischen, auch Roth kam nach 46,11 sec im Ziel an was ebenso die B-Quali bedeutet. Dennoch war es von dem Quartett – mit oder ohne Quali – ein sehr guter Auftritt.

Johanna Westphal stieg am Ende auch noch in den Kugelstoßring, sie konnte ihre Bestleistung um 40 Zentimeter auf 8,30 m steigern.

Den Abschluss brachte dann Dreispringerin Tina Pröger ein. Für Pröger geht es momentan lediglich darum, einen Platz inder geschaffenen Rankingliste vom DLV für die Deutschen Meisterschaften zu ergattern. Hierzu muss sie zu den zehn besten Springerinnen gehören. In Aschaffenburg stieg sie mit einer Bestleistung von 12,80 m in die Saison ein.

An dieser Stelle auch unser ausdrücklicher Dank an den Kfz-Meisterbetrieb Enzo Pulera, welcher uns einen VW-Bus für die Fahrt stellte.



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